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Science Slam 2012 – das Finale – jetzt Tickets sichern

Science Slam 2012 - Westdeutscher Vorentscheid Science Slam 2012 – Westdeutscher Vorentscheid

Freitag, 5.10.2012
Einlass 19:30 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr
Jovel Music Hall

Der Vorverkauf ist beendet. Es gibt aber noch ca. 150 Abendkassentickets.

Jetzt Tickets buchen!

Deutschland sucht den Slam Champion! Und Münster ist dabei. Mit dem Vorentscheid für Westdeutschland.

Am 05. Oktober kämpft der Münsteraner Wirtschaftsinformatiker Sebastian Köffer gegen die besten Slammer des Westens. Parallel zum Slam in Münster finden Vorentscheide in Braunschweig (Nord), Chemnitz (Ost) und Ulm (Süd) statt. Die Sieger qualifizieren sich fürs deutsche Finale in Karlsruhe am 09. November. So unterhaltsam war Wissenschaft nie! Weitere Infos unter:

www.scienceslam.ard.de

Wissenschaft in 10 Minuten Weg vom Schreibtisch! Raus aus dem Labor! Rauf auf die Bühne! Science Slams sind Wissenschaftsshow, die Spaß machen. Das Prinzip: Junge Wissenschaftler treten gegeneinander an und stellen ihre Forschung vor. 10 Minuten haben sie Zeit, um ihre Projekte verständlich und unterhaltsam zu präsentieren. Das Publikum kürt den Slam Champion, der am Ende das Goldene Gehirn mit nach Hause nimmt! Nur wer gleichzeitig Wissen vermittelt und das Publikum bei Laune hält, hat eine Chance auf den Titel – beim Kampf der Hirne.

Vorverkauf Science Slam 2012 – Westdeutscher Vorentscheid

Preise: VVK-Preis: 5 Euro
AK-Preis: 5 Euro
Online-VVK: 5,30 Euro

Offline: Karten gibt es bei Krüper in der Bäckergasse am H1.
Online: Print@home-Tickets könnt ihr ab sofort bei Tixoo kaufen: Print@Home-Tickets drucken

Interview mit Science Slam-Moderator Christoph Tiemann zum großen Science Slam Vorentscheid

Am 5. Oktober treten die besten Science Slammer des Westens in Münster gegeneinander an. Sie kämpfen um das Goldene Gehirn und eine Qualifikation fürs deutsche Science Slam-Finale in Karlsruhe. So unterhaltsam war Wissenschaft nie! Auch für Science Slam-Moderator und Entertainer Christoph Tiemann ist der Vorentscheid eine ganz besondere Veranstaltung. Wir wollten von ihm wissen, wie er den Science Slam wahrnimmt und wie er sich auf die Show am 5. Oktober vorbereitet.

Christoph Tiemann

Science Slam-Moderator Christoph Tiemann

Als du im Mai 2010 den Science Slam das erste Mal moderiert hast, konnte noch niemand ahnen, zu welchem Erfolgsformat sich die Veranstaltung entwickeln würde. Hast du den völlig unterbezahlten Job aus reiner Verbundenheit zu deinem Heimatsender Radio Q angenommen oder hast du bereits damals geahnt, dass der Science Slam Potential für mehr hat.

Tiemann: Ich habe von Anfang an gesagt: „Das wird ein RIESENerfolg!“ Denn kann man sich etwas Unterhaltsameres vorstellen als ständig an den Schreibtisch gefesselte, entrückte Wissenschaftsjunkies, denen soziale Umgangsformen fremd sind, auf eine Bühne zu stellen, damit sie aus dem Nähkästchen ihres keinesfalls massentauglichen Fachgebietes erzählen? – Also ehrlich, ich hab gesagt: „Ihr habt sie nicht alle, aber der Sender hat so viel für mich getan, da muss ich wohl die Zähne zusammenbeißen und durch die öden drei Stunden durch.“

Deine Einschätzung als Künstler: Was sind die Erfolgsfaktoren des Science Slams?
Tiemann: Die guten Science Slammer sind in ihrer Selbstironie einfach sympathisch. Sie wissen, dass ihr Forschungsgebiet für viele Menschen nicht die geringste Relevanz zu haben scheint und bringen es ihrem Publikum trotzdem nahe. Außerdem straft der Science Slam jene Profs Lügen, die immer behaupten: „Das kann ich Ihnen nur erklären, wenn Sie über vier Semester meine einführende Ringvorlesung besucht und meine 18 Bücher gekauft haben – und selbst dann muss ich für Sie noch gehörig didaktisch reduzieren.“ Der Science Slam demontiert den akademischen Elfenbeinturm – zurück bleibt eine Baugrube mit Sand, die zum Spielen mit allerlei Formen und Förmchen einlädt.

Du hast inzwischen unzählige Slam-Beiträge gesehen. Was glaubst du, muss ein Slammer mitbringen, um zu gewinnen?

Tiemann: Die Fähigkeit, sein Thema gleichzeitig für die wichtigste Sache der Welt und auch irgendwie für albern zu halten.

Welcher Vortrag ist dir bisher am meisten in Erinnerung geblieben? Was hast du damals gelernt?

Tiemann: Ein Physiker hat erklärt, wieso Flaschen schneller kalt werden, wenn sie im Kühlschrank aufrecht stehen statt zu liegen. Das zugrundeliegende Naturgesetz hab ich natürlich wieder vergessen, aber ich halte mich bis heute dran.

Du bist ja eigentlich selber auch gerne mal Rampensau. Du bist unter anderem als Kabarettist, als Schauspieler und beim Impro-Theater unterwegs. Beim Science Slam sind aber die Wissenschaftler die Stars. Wie schwer fällt es dir, dich auf der Bühne zurückzunehmen und als Moderator nur Nebenfigur zu sein?

Tiemann: Ich darf den Slammern ja nach ihrem Vortrag allerlei blödsinnige Fragen stellen und mich über ihre Forschung lustig machen – da kann ich auch mal 10 Minuten die Klappe halten.

Die meisten Science Slammer, die in Münster auftreten, stehen das erste Mal auf der Bühne. Wie gibst du den Slammern das Gefühl von Sicherheit? Wie wichtig sind in diesem Zusammenhang die empathischen Fähigkeiten eines Moderators?

Tiemann: Ich führe mit allen ein kurzes Vorgespräch, bespreche wie sie gern angekündigt werden würden und auch wie nicht! Ich finde es ist wichtig, ihnen das Gefühl zu geben, dass ich nicht nur zum Aufsagen ihrer Namen da bin, sondern dass ich einspringe, wenn was nicht läuft und dass ich das Publikum anheize, damit die Slammer eine gute Stimmung auf der Bühne haben. Wenn ich das Gefühl habe, der Slammer hat in seinem Vortrag ein wenig „am Publikum vorbei“ doziert, so kann ich das Gespräch nutzen um vielleicht doch noch eine Brücke zu schlagen.

Science Slams finden normalerweise in kleineren Studenten-Clubs statt. Den Vorentscheid darfst du jetzt in der großen Jovel Music Hall moderieren. Eine passende Location für einen Science Slam?

Tiemann: Absolut. Ich mag den Science Slam vor großem Haus. Mit der Masse kann man herrlichen Quatsch zum Aufwärmen anstellen. Das Jovel ist eine tolle Location, technisch und logistisch bleibt da nichts zu wünschen übrig. Wir waren bereits im letzten Jahr für einen XXL-Slam dort und es war eine der besten Veranstaltungen, die wir je hatten. Science Slam im Jovel hat schon was von großer Samstag-Abend-Show.